
Ich habe das letzte Jahrzehnt damit verbracht, mich im Bereich Finanz, Reichtum und Wohlstand zu bilden. 6 wichtige Dinge, die ich gelernt habe, teile ich hier mit dir.
Es ist nicht die eine Strategie, die einen reich macht und auch nicht der eine Geheimtipp. Es gibt die eine lebensverändernde Fähigkeit, die arm von reich unterscheidet. Diese Fähigkeit hat rein gar nichts damit zu tun, was man in Ausbildungen oder Studium lernen kann. Wenn du also keinerlei Hintergrund in Finanz hast, lass dir gesagt sein, das ist nicht notwendig, um erfolgreich mit seinen Finanzen zu haushalten und clever zu investieren. Die eine Fähigkeit, die dir zeigt, ob du immer arm bleiben wirst oder reich sein kannst, sind deine Gewohnheiten mit Geld!
Ich gebe dir jetzt die 6 häufigsten schlechten Gewohnheiten, die Menschen arm machen, und Tipps, wie du diese Gewohnheiten ändern kannst.
1. Zahle dich zuerst.
Diesen Tipp gibt auch Robert Kiyosaki in seinem Buch "Rich Dad, Poor Dad". Ich empfehle dir dieses Buch zu lesen, falls du es noch nicht getan hast. Robert Kiyosaki hat in seinem Buch auf eine einfache und bildliche Art die wesentlichen mentalen Unterschiede zwischen Arm und Reich dargestellt. Es ist der perfekte Einstieg in die Welt des Money Mindset.
Zahle dich zuerst selbst, ist ein wesentlicher Pfeiler, um finanzielle Freiheit zu erreichen. Es geht dabei um die Art und Weise, wie Menschen ihre Rechnungen bezahlen. Diese kann in zwei Arten unterteilt werden: die Erste, die der armen Leute und die Zweite, die der reichen Leute.
Die Angewohnheit der armen Leute ist die, dass man sich selbst zuletzt bezahlt. Das heißt sobald der Gehaltscheck eintrifft, bezahlt man seine Miete, Telefonrechnung, Abos usw. und wenn am Ende des Monats etwas übrig ist, dann spart man dies. Wenn überhaupt etwas übrig ist und dann wird meistens auch nicht auf einem separaten Konto gespart, sondern es gibt generell nur ein Konto.
Die Angewohnheit der reichen Leute ist das komplette Gegenteil. Sie bezahlen sich zuerst. Das heißt, sobald Geld auf ihr Konto kommt, transferieren sie einen definierten Teil auf ein separates Sparkonto.
Was du daraus mitnehmen kannst, in dem Moment, wo dein Gehalt dein Konto erreicht, legst du mindestens 10% auf ein zweites Konto, dein Sparkonto. Eventuell denkst du jetzt, du hast ohnehin so wenig, wie soll das gehen. Glaub mir, es geht, dein Verstand wird über Möglichkeiten nachdenken, deine Ausgaben zu strukturieren und deine Finanzen so managen, dass sie für den ganzen Monat reichen. Du wirst wahrscheinlich nicht einmal merken, dass du 10% weniger ausgibst. Wichtig ist, Bezahle dich zuerst! Mache da keine Ausnahme!

2. Sich mit schlechten Schulden anzufreunden.
Es scheint mir, dass Schulden haben heutzutage die Norm ist. Ich meine damit nicht einmal die Schulden für ein Eigenheim, sondern die Gewohnheit sich etwas auf Pump zu kaufen, nur weil gerade das Geld dafür nicht da ist. Und ja, ich verstehe ja, wie verlockend dies ist, da überall 0 % Angebote locken. Doch, ganz ehrlich, seinen Urlaub auf Kredit zu zahlen und Dinge wie Küche, Kleidung, Fernseher und noch vieles mehr. Das ist eine fatale Angewohnheit und die wird dazu führen, dass man nie finanziell unabhängig ist.
Meine Uroma pflegte mir zu erzählen, wie sie für Anschaffungen, die sie tätigen wollte, immer einen Teil ihres Gehaltes zur Seite gelegt hat. Sobald sie dann ausreichend gespart hatte, ging sie los und tätige ihre Anschaffung. Auf die Art wertschätzte sie deutlich mehr, was sie besaß und konsumierte keine unnötigen Dinge. Überleg mal, wie viele Dinge, die in deinem Besitz sind, du in den letzten 6 Monaten nicht getragen, nicht benutzt, nicht mal gesehen hast?
Aber das ist ein anderes Thema. Merke dir, mache keine schlechten Schulden! Lies auch gerne dazu noch meinen Beitrag "Gute Schulden, schlechte Schulden". Konsum Schulden machen nur arme Leute.

3. Keinen Puffer zu haben.
Dies geht mit Punkt 1 einher. Dadurch, dass die wenigsten sich zuerst zahlen, haben die wenigsten Menschen ein ausreichendes finanzielles Puffer. Über den Daumen gebrochen kannst du davon ausgehen, dass die monatlichen Lebenshaltungskosten x6 ein ausreichendes Puffer darstellen. Es ist auch ratsam, diesen Puffer zuerst aufzufüllen, bevor du groß über Investments nachdenkst. Ja, ich weiß, manchmal lockt das schnelle Geld durch hohe Renditen, doch du musst verstehen, dass ein solches Puffer zu einem diversifizierten Portfolio gehört. Wenn du kein solches Puffer hast, dann nimmst du die 10 % von jedem Gehalt, bis du deinen Puffer voll hast. Reiche Menschen haben ein solches Puffer, weil sie sich absichern. Wohingegen arme Leute, nicht in der Lage sind ein solches Puffer anzusparen.
4. Einnahmen und Ausgaben kennen.
Kennst du deine Einnahmen und Ausgaben? Das Problem hier ist, wenn du gar nicht weißt, wo du stehst, woher willst du wissen, wie du zu finanziellen Freiheit kommst. Stelle es dir so vor. Du weißt, dass du nach Berlin (Finanzielle Freiheit) willst, aber du weißt gar nicht, wo du selber lebst. Jetzt hast du gelesen, der Zug bringt dich sicher nach Berlin, den haben schon sehr viele vor dir genommen und alle sind erfolgreich in Berlin angekommen. Jetzt gehst du aus deinem Haus raus und läufst los, weil irgendwo muss ja der Bahnhof sein. Eventuell entdeckst du den Bahnhof zufällig, eventuell, irrst du auch dein Leben lang herum. Vielleicht bist du auch so clever und fragst Menschen, die dir über den Weg laufen, doch, wenn die, so wie du, nicht wissen, wo sie stehen, dann können sie dir leider nicht helfen.
Deshalb ist es unerlässlich und fundamental, dass du deine jetzige Situation in- und auswendig kennst. Du musst wissen, wie viel Geld wann wo hinfließt. Auch der schnelle Kaffee beim Tanken, das sind Ausgaben, die du dir bewusst machen musst.
Neben der Orientierungslosigkeit, die du mit fehlendem Wissen über deine Einnahmen und Ausgaben hast, gibt es etwas, das nennt sich Lebensstilinflation. Das bedeutet, dass deine Ausgaben steigen, wenn dein Einkommen steigt. In diesem Kreislauf sind die meisten armen Menschen gefangen, weil sie eben nicht wissen, wo ihre Finanzen hinfließen. Sie verdienen mehr Geld, darauf folgen mehr Ausgaben, wie ein Haus oder ein neues Auto, dann kommt wieder eine Gehaltserhöhung, worauf hin ein zweiter Jahresurlaub eingeplant wird. So verdient man zwar immer mehr, doch hat nie mehr Geld in der Tasche.
Für dich ist wichtig; du hast ein klares Ziel (Berlin), du kennst die Schritte, wie du da hinkommst (Der Zug), jetzt ist es essenziell, dass du deine finanzielle Situation (Wo stehst du) bis ins Detail studierst und dir bewusst machst. Hierzu kommt zeitnah ein separater Artikel heraus. Wenn du ihn nicht verpassen willst, abonniere meinen Newsletter.

5. Teure Hobbies
Viele von uns haben teure Hobbys, die uns Geld kosten und uns am Ende des Monats kein Geld mehr zum Sparen übrig lassen. Ob es das Sammeln von teuren Briefmarken oder das Tauchen in den teuersten Gewässern der Welt ist, wir geben gerne unser Geld aus, um unsere Leidenschaften zu verfolgen.
Aber was ist, wenn wir uns stattdessen auf Hobbys konzentrieren würden, die uns nicht nur Freude bereiten, sondern auch bilden, bei der Fitness helfen und sogar Einkommen generieren? Stellt euch das vor: statt auf einer Yacht in der Karibik zu segeln, könnte man Yoga am Strand machen und dabei die eigene körperliche Fitness verbessern. Oder anstatt 1000 Euro für einen einzelnen Briefmarkenkauf auszugeben, könnte man sich eine Digitalkamera kaufen und lernen, professionelle Fotos zu machen und diese zu verkaufen.
Wenn wir uns auf solche Hobbys konzentrieren, haben wir nicht nur Spaß, sondern können auch noch Geld verdienen, anstatt es auszugeben. Wir können unsere Fähigkeiten verbessern und uns weiterbilden, während wir uns körperlich und geistig fit halten. Fähigkeiten, Erfahrungen oder Bildung können einem nicht weggenommen werden. Sie entwickeln uns weiter als Mensch und wir können sie zukünftig nutzen bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen und ein höheres Gehalt zu bekommen. Zusätzlich können wir damit Werte Schaffen und langfristig Wohlstand generieren.
Also, warum nicht versuchen, ein neues, kostengünstigeres Hobby zu finden, das uns Freude bereitet und uns dabei hilft, Geld zu sparen und sogar zu verdienen? Wer weiß, vielleicht finden wir dabei sogar eine neue Leidenschaft, die uns noch mehr erfüllt als unsere bisherigen teuren Hobbys!

6. Eine Einkommensquelle
Die meisten von uns haben nur eine Einkommensquelle, während reiche Menschen mehrere Einkommensquellen haben. Es ist wie das alte Sprichwort sagt: "Lege nicht alle Eier in einen Korb." Aber die meisten von uns legen alle Eier in einen Korb, und dieser Korb ist oft unser Job.
Wir hängen alle an unserem Job und vertrauen darauf, dass er uns genug Geld zum Leben bringt. Aber was passiert, wenn der Korb, sprich der Job, zerbricht? Dann haben wir ein großes Problem! Wir sind plötzlich ohne Einkommen und müssen schnell eine neue Einkommensquelle finden.
Reiche Menschen haben das verstanden und haben mehrere Einkommensquellen, um sich abzusichern. Sie haben vielleicht einen Job, aber sie haben auch Einkommen aus Aktien, Immobilien oder Unternehmertum. Sie haben so viele Einkommensquellen, dass sie immer noch gut leben können, selbst wenn eine oder zwei Einkommensquellen wegfallen.
Du solltest das auch verstehen und versuchen, dir mehrere Einkommensquellen aufzubauen. Du kannst vielleicht einen Nebenjob haben, Aktien kaufen oder dein eigenes Unternehmen gründen. Das klingt nach viel Arbeit, ich weiß. Aber ließ in meinem Artikel "Einkommen und Einkommensquellen erhöhen", wieso das essenziell ist und wie du das machen kannst. Zusätzlich beschreibe ich in "Money Mindset - Diese negativen Gedanken blockieren deinen Reichtum", warum es wichtig ist zu lernen, Geld nicht gegen Zeit zu tauschen.
Also, fangt an, deine Einkommensquellen zu diversifizieren! Dies ist ein Waggon deines Zuges in die finanzielle Freiheit.

Zum Abschluss will ich dir noch eine letzte Sache mitgeben, Mindset ist die wichtigste Komponente auf deinem Weg zu Wohlstand und Reichtum! Ja, du hast richtig gehört! Es geht nicht darum, hart zu arbeiten oder das nächste große Ding zu erfinden, es geht darum, das richtige Mindset zu haben.
Stell dir vor, du gehst in eine Bank und bittest um einen Kredit, um dein eigenes Unternehmen zu gründen. Der Banker sieht dich an und fragt: "Warum sollte ich dir Geld geben?" Du antwortest: "Ich habe das beste Produkt, das es je gab, ich werde hart arbeiten und erfolgreich sein!" Der Banker schaut dich an und sagt: "Das hört sich gut an, aber jeder sagt das. Was unterscheidet dich von all den anderen?" Dann antwortest du: "Ich habe das richtige Mindset! Ich glaube fest daran, dass ich erfolgreich sein werde, ich bin bereit, hart zu arbeiten und auf meine Ziele hinzuarbeiten. Ich bin nicht bereit aufzugeben, egal wie viele Hindernisse auf meinem Weg liegen." Der Banker schaut dich an, nickt und gibt dir den Kredit. Denn er weiß, dass dein Mindset der Schlüssel zum Erfolg ist.
Es geht nicht nur um den Glauben an sich selbst, sondern auch darum, positive Einstellungen und Gewohnheiten zu entwickeln. Zum Beispiel: Wenn du es gewohnt bist, immer alles aufzuschieben, dann wird es schwer sein, ein erfolgreich in irgendeinem Bereich zu sein. Wenn du aber ein "Ich schaffe das"-Mindset hast und eine positive Einstellung zu Herausforderungen und Risiken entwickelst, dann ist der Weg zum Erfolg viel einfacher.
Also, denk daran: Wenn du erfolgreich sein willst, brauchst du das richtige Mindset. Es ist nicht nur wichtig, hart zu arbeiten, sondern auch die richtige Einstellung und Gewohnheiten zu entwickeln. Denn am Ende des Tages geht es darum, reich und erfolgreich zu sein und dabei auch noch Spaß zu haben!
Dein Team Finanz
Ps: Dies ist keine Finanzberatung, dies sind persönliche Meinungen und Erfahrungen, zur Inspiration und Unterhaltung.
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